Nachhaltig wirtschaften, zukunftsfähig wachsen
Festmachen in Bremerhaven
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Energiekonsens

Solar-Anlagen Begehung bei der Firma Petersen. Bildnachweis: energiekonsens, Foto: Antje Schimanke

Best Practices aus der Wirtschaft, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit

Nachhaltige Produktion durch energetische Sanierung

Im Wilhelm Petersen Seefischgroßhandel in Bremerhaven wird das Naturprodukt Fisch seit mehr als 100 Jahren überwiegend traditionell mit der Hand verarbeitet. Das Gebäude dazu ist dagegen hoch modern und vom Boden bis zum Dach energetisch saniert.

Im August 2021 bezog das Tochterunternehmen der Heinrich Abelmann GmbH die große Halle an der Ostrampe der Seestadt. Bei dem Gebäude handelt es sich um eine ehemalige Produktionsstätte für Backwaren aus dem Jahr 1993. Da sich die hygienischen und baulichen Anforderungen an diese Branche grundlegend von denen für fischverarbeitende Betriebe unterscheiden, war ein kompletter Umbau mit vollständiger Entkernung der Immobilie notwendig. „Wir haben eine Großbäckerei in ein Kühlhaus umgerüstet und dabei einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit gelegt. Denn: Fischverarbeitung ist nun mal energieintensiv“, so Abelmann-Geschäftsführer Lars Gieseking. Mit dem Ziel, den Energieverbrauch zu reduzieren und damit sowohl den Ausstoß an CO2-Emissionen als auch die Produktionskosten zu senken, wurde ein Mix an Maßnahmen umgesetzt. Wand- und Dachflächen sind jetzt wärmegedämmt, die eingebauten Rolltore in den Anlieferungs- und Versandbereichen wärmeisoliert. Zudem fiel die Wahl auf Energiesparfenster und -türen. „Damit die erforderliche Raumtemperatur von 12 Grad im Gebäude nicht nur durchgängig, sondern auch möglichst umweltverträglich erreicht wird, wurde eine CO2-Kälteanlage installiert“, erklärt der Architekt Wilke-Bernd Wiedenroth, der die Sanierung plante.

Ortsbegehung hoch oben

Ebenfalls moderne Technik befindet sich auf dem rund 980 Quadratmeter großen Dach des Gebäudes: Dieses ist mit insgesamt 280 Solarmodulen in Ost-West-Ausrichtung belegt. Der erwartete Jahresertrag der Anlage mit einer Leistung von 93 kWp liegt bei 76.600 kWh. „Wir hoffen, damit 30 bis 40 Prozent des Stromverbrauches am Standort abdecken zu können“, sagt Lars Gieseking. Die selbsterzeugte Sonnenenergie wird seit wenigen Wochen insbesondere für die Kühlung genutzt.

Die Photovoltaik-Anlage des Seefischgroßhandels ist bei einer von der Klimaschutzagentur energiekonsens organsierten Ortsbegehung bereits einem anderen Unternehmen in Bremerhaven vorgestellt worden – dem Hotel „Im Jaich“. Der Grund: Bei der Technik handelt es sich um eine sehr leichte Konstruktion für Dächer mit geringer Traglast. „Da wir genau darauf achten müssen, stellt diese neuartige Anlage eine interessante Lösung für uns dar“, so Hotelmanager Rüdiger Magowsky.


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