Nachhaltig wirtschaften, zukunftsfähig wachsen
Festmachen in Bremerhaven
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Prof. Dr.-Ing. Axel Gottschalk und die Wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen Tutku Taşçı Çilak, Sylvia Fasse und Sanketkumar Raval in Évora, Portugal. Quelle: Foto: Norbert Reichl

GREEN CLIMATE, GREEN ENERGY, GREEN SCIENCE, Nachhaltigkeit, Neues aus Forschung, Bildung, Wissenschaft

Mit Pflanzenkraft gegen das Versalzen der Böden

Wissenschaftler:innen der Hochschule Bremerhaven tauschen sich in Portugal zum EU-Projekt Aquacombine aus.

Dem Anstieg der Weltbevölkerung und der damit einhergehende zunehmende Bedarf an Lebensmitteln und Energie, in Kombination mit der Ausbreitung von salzigen Böden und limitierter Verfügbarkeit von Wasser mit niedrigem Salzgehalt, versucht das Projekt AQUACOMBINE entgegenzuwirken.

Kreislaufwirtschaft

Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Axel Gottschalk vom Institut für Verfahrenstechnik ist die Hochschule Bremerhaven Teil des Konsortiums bestehend aus insgesamt 17 Projektpartnern aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Portugal, Schweden und Spanien. Die im Projekt involvierten Wissenschaftler:innen arbeiten an der Entwicklung einer integrierten Bioraffinerie rund um sogenannte Halophyten, welche salztolerante Pflanzen sind, die in Norddeutschland u.a. als Queller oder Seespargel bekannt sind (z.B. Salicornia europaea). Die Anzucht dieser Pflanzen wird kombiniert mit Fischzucht in Aquaponikemen, und zwar im Sinne einer Kreislaufwirtschaft. Die Pflanzen dienen final als Rohstoff einer neuartigen Bioraffinerie, zur Produktion von Nahrungsmitteln, bioaktiven Substanzen und Bioenergie. Letztere werden aus den nicht essbaren Teilen der Pflanzen gewonnen, ermöglichen eine zusätzliche Wertschöpfung und sichern die bestmögliche Ausnutzung der Synergien und der speziellen Eigenschaften der Halophyten in Sinne einer Bioraffinerie.

Sicherstellung von Nachhaltigkeit

Die Hochschule Bremerhaven ist im Rahmen des Projektes verantwortlich für die Konzeption und Optimierung der Bioraffinerie sowie deren Integration mit Aquaponik und Halophyten-Anbau. Hierfür werden mehrere europäische Szenarien untersucht, um sicherzustellen, dass sowohl ökologische als auch wirtschaftliche und soziale Auswirkungen der integrierten Bioraffinerie positiv sind, damit ganzheitliche Nachhaltigkeit gegeben ist. Prof. Gottschalk und seine drei Wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen Sylvia Fasse, Tutku Taşçı Çilak und Sanketkumar Raval reisten Ende Mai zum zweitägigen Projekttreffen des EU-Projektes AQUACOMBINE nach Évora in Portugal. Dort haben sie sich mit den Projektpartnern aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen über die Arbeiten der letzten sechs Monate ausgetauscht. „Das war für uns vier aus Bremerhaven der erste Besuch überhaupt in Portugal“, sagt Axel Gottschalk und ergänzt: „Neben dem fachlichen Austausch haben wir vor Ort auch etwas über das Land, die Menschen und deren Historie kennengelernt – alles sehr interessant!“ Die Projektmitarbeiter:innen Sylvia Fasse, Tutku Taşçı Çilak und Sanketkumar Raval sind sich einig, dass solche persönlichen Arbeitstreffen nicht durch Videokonferenzen, Telefonate und E-Mails zu ersetzen sind. Nun freuen sich die Bremerhavener Wissenschaftler:innen auf das nächste persönliche Treffen in sechs Monaten.

Weitere Informationen: Informationen zum Forschungsprojekt AQUACOMBINE an der Hochschule Bremerhaven und die offizielle AQUACOMBINE-Webseite 


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