Nachhaltig wirtschaften, zukunftsfähig wachsen
Festmachen in Bremerhaven
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Prof. Dr. Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, macht sich in einem Imagefilm für den Ausbau Bremerhavens zur Wasserstoff-Modellregion stark

Neues aus Forschung, Bildung, Wissenschaft, Wasserstoff

Wasser – Stoff für die Zukunft

Unser neuer Imagefilm zum Thema Wasserstoff ist online

Wasser – Stoff für die Zukunft – so lautet der Titel eines neuen Imagefilms, den die Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH (BIS) jüngst produzieren ließ. Darin ist sicht- und hörbar: Bremerhaven hat sich auf den Weg gemacht, Modellregion für Wasserstoff (H2) in Europa zu werden. Bis 2035 soll hier ein Standort oder vielmehr Kompetenzzentrum der grünen Wasserstoffwirtschaft entstehen. Sich in der Seestadt anzusiedeln, hat für Unternehmen der „Green Economy“ viele Vorteile. Mit dem neu entstehenden Gewerbegebiet Lune Delta steht ihnen dafür eine geeignete Fläche zu Verfügung. Zudem finden sie in der Seestadt Partner:innen aus Forschung und Entwicklung, um nachhaltige Technologien zur Marktreife zu bringen.

Das  AWI forscht schon seit vielen Jahren an den Veränderungen der Ökosysteme

Grüne Innovationen, das verdeutlicht der Filmbeitrag, haben in Bremerhaven Tradition. Aktuell liegt der Fokus auf grünem Wasserstoff als Energieträger der Zukunft. „Er ist ein Schlüssel für den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen“, sagt Prof. Dr. Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, das seit vielen Jahren die Veränderungen der Ökosysteme durch den Klimawandel erforscht. Die Wissenschaftlerin macht sich für den Ausbau des Standorts zur H2-Modellregion  stark und wird dabei von weiteren Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen unterstützt, die erste Grundsteine für die Entwicklung legen. So errichtet das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES derzeit ein Elektrolyseur-Testfeld auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Luneort. Hier soll Windenergie in Form von grünem Wasserstoff gespeichert und das Verfahren herstellerunabhängig geprüft sowie optimiert werden. Ebenfalls mit Aktivitäten gestartet sind die Hochschule Bremerhaven und das Technologie Transfer-Zentrum Bremerhaven (ttz). Gemeinsam werden fünf Anwendungsfälle erprobt und dabei untersucht, ob Wasserstoff zum Beispiel in Logistik und Verkehr sowie der Lebensmittelindustrie künftig fossile Energieträger zumindest teilweise ersetzen könnte.

Die Hafenmanagement Gesellschaft bremenports setzt auf CO2-Neutralität

Die bremenports GmbH will die Hafeninfrastruktur mit ihrer „greenports“-Strategie bis 2023 komplett CO2-neutral gestalten und mehr noch: Im Seehafen Bremerhaven soll ein Netzwerk für H2-Technologien entstehen. In beidem – der Nähe zu Forschung und Entwicklung sowie zur maritimen Logistik – sieht Annette Schimmel, Projektleiterin „Green Economy“ bei der BIS, ein Alleinstellungsmerkmal Bremerhavens und Pfunde, mit denen sich wuchern lässt. „Seehäfen können als Umschlags-, Nutzungs- und Produktionsstandorte von Wasserstoff eine wichtige Position für die nachhaltige Wirtschaft einnehmen. Überdies ist hier ein international anerkanntes Innovationszentrum der Offshore-Windenergiebranche zuhause – eine wertvolle Kombination, die überregionale Strahlkraft besitzt und Firmen überzeugen kann, sich anzusiedeln.“

Bremerhaven: ein Standort mit viel Potential

Und noch ein Argument spricht ihres Erachtens für Bremerhaven: Bereits 2023 beginnt die Erschließung des auf Energieeffizienz und Ressourcenschonung ausgerichteten Gewerbegebiets Lune Delta in direkter Nähe von Wasser-, Straßen- und Schienennetzen. Dafür steht ein 150 Hektar großes Areal zur Verfügung. Viel Platz also für Pioniere in Sachen Umwelt- und Wasserstofftechnologie. „Dort gibt es viele Möglichkeiten für Startups, etablierte Kleinstunternehmen, aber auch Mittelständler und Global Player, sich frei zu entfalten und von Synergieeffekten zu profitieren“, betont Annette Schimmel. Sie freut sich über den Austausch mit Interessent:innen und vermittelt gern auch den Kontakt zu Akteur:innen vor Ort.

Weitere Informationen unter www.green-economy-bremerhaven.de; der Imagefilm ist abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v=EwncPv2fzok


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