Nachhaltig wirtschaften, zukunftsfähig wachsen
Festmachen in Bremerhaven
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Quelle: Ventimola GmbH

Klimaschutz, Nachhaltig Bauen

Klimaschutz fängt im eigenen Unternehmen an

Durch die Nutzung von Regenwasser und Grauwasser, die Entsiegelung von Flächen sowie durch Dachbegrünung können Unternehmen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Außerdem gibt es Fördermittel!

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau hat kürzlich drei Förderrichtlinien verabschiedet, die Unternehmen Anreize zum Klimaschutz geben möchte. Es geht um die Förderung von Anlagen zur Nutzung von Regenwasser und Grauwasser im Unternehmen, um die Entsiegelung von Flächen, die Vorteile für das lokale Klima und für den Wasser- und Naturhaushalt bieten kann sowie um Gewährung von Zuschüssen bei der Begrünung von Dächern. Anträge nimmt die Bremer Umwelt Beratung entgegen.

 

Warum sollen Regenwasser und Grauwasser genutzt werden?

Wasser gibt es in Bremerhaven genug, Regen auch. Trinkwasser zu sparen und Regenwasser zu nutzen ergibt trotzdem Sinn. Denn es erfordert Energie, um Wasser zu fördern, zu pumpen sowie aufzubereiten und dann wieder in Kläranlagen zu reinigen. Anwendungsbereiche zur Nutzung von Regen- oder Grauwasser in Unternehmen gibt es nicht nur im Bereich der Toilettenspülung, sondern überall dort, wo keine hohen Anforderungen an die Wasserqualität gestellt werden, das sind z.B. Waschanlagen für Kraftfahrzeuge oder Schienenfahrzeuge, Anlagen zur Bewässerung für Sport- und Freizeitanlagen sowie Bewässerungsanlagen in Gärtnereien. Weitere Anwendungsmöglichkeiten finden sich in Produktionsbereichen von Industrieunternehmen. Langfristig spart das Geld und schont die Grundwasservorräte. Aber es werden auch

  • die Mischwasserkanäle entlastet,
  • Gewässer vor Schadstoffeinträgen geschützt
  • und Keller vor Überschwemmung bewahrt.

Die Neuinstallation oder die Nachrüstung von Regenwasser- und von Grauwassernutzungsanlagen können, bei einer Förderquote von 40 %, mit bis zu 6.000 EURO gefördert werden. Die Voraussetzungen dafür sind:

  • das Gebäude steht in Bremen oder Bremerhaven,
  • Sie sind Hausbesitzer/-in oder Mieter/-in mit Einverständnis der Eigentümer/in,
  • die Nutzung des Regen- oder Grauwassers für die Toilettenspülung und – bei Regenwasser – einen weiteren Verwendungszweck.
  • die Maßnahme ist freiwillig, das heißt keine Auflage in der Baugenehmigung.

 

Welche Vorteile bietet die Entsiegelung von Flächen?

Auf vielen Grundstücken gibt es Flächen, die befestigt und versiegelt sind, weil es für deren Nutzung notwendig oder sinnvoll erschien. Es wurde gepflastert, asphaltiert oder zubetoniert um Wege, Stellplätze oder Abstellflächen zu schaffen. Doch die Befestigung und Versiegelung von Flächen verhindert die Versickerung von Regenwasser, verringert die natürliche Verdunstung und zerstört Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Die möglichen Folgen sind:

  • ein hoher und schneller Abfluss von Regenwasser in die Kanalisation,
  • eine Überlastung der Kanäle bei Starkregen,
  • Schadstoffeinträge in Gewässer,
  • Überschwemmungen und Hochwasser, wenn Kanäle und Flüsse große Regenmengen nicht mehr aufnehmen können,
  • eine verringerte Grundwasserneubildung.

Die maximal mögliche Fördersumme beträgt  5 000 Euro. Dabei können bis zu einem Drittel der förderfähigen Kosten erstattet werden. Die Förderhöhe pro m2 entsiegelte Fläche beträgt maximal 20 Euro. Die Voraussetzungen dafür sind:

  • das Grundstück befindet sich in Bremen oder Bremerhaven,
  • Sie sind Eigentümer/-in oder haben das Einverständnis der Eigentümer/in,
  • das gesamte auf der entsiegelten Fläche anfallende Niederschlagswasser muss vor Ort versickern können,
  • die Maßnahme ist freiwillig, das heißt keine Auflage in der Baugenehmigung.

 

 


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