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Neue Zugänge schaffen: DSM eröffnet Sonderausstellung SEA CHANGES

Auch die MOSAiC-Expedition steht im Fokus

Im Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM), Leibniz-Institut für Maritime Geschichte wurde kürzlich die Sonderausstellung „SEA CHANGES – Welt & Meer im Wandel“ feierlich eröffnet. Die neue Ausstellung gebe einen Ausblick auf den Wandel des sich derzeit in der Neukonzeption befindlichen Hauses, sagte die Direktorin des DSM Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner zur Begrüßung der mehr als 200 Gäste.

SEA CHANGES nimmt den Einfluss des Klimawandels auf die Ozeane in den Fokus und „wirft Schlaglichter auf die enormen Auswirkungen für die Polarregionen, Schifffahrt und Ökosysteme“, wie die Senatorin für Wissenschaft und Häfen Dr. Claudia Schilling in ihrem Grußwort betonte. Die Politikerin freute sich vor allem über das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung, das besonders Familien ansprechen soll. SEA CHANGES ordnet auf eindrucksvolle Weise – multimedial und interaktiv –  die Erforschung der Polarregionen, des Klima- und Klimawandels historisch ein, indem Beispiele aus den verschiedenen Etappen der Forschungsschifffahrt der letzten 150 Jahre bis heute vorgestellt werden. Wichtiger Teil der Ausstellung ist deshalb auch die MOSAiC-Expedition. Diese größte Arktisexpedition aller Zeiten unter Leitung des Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) liefert wertvolle Daten über den Klimawandel. Mittelpunkt der Forschungs-Expedition ist das Forschungsschiff POLARSTERN.

Gleichzeitig startete das DSM seine sogenannten Polarwochen. Unter dem Motto „Das Museum leuchtet“ sollen bis zum 6. Januar 2020 zahlreiche Gäste vor das Museum und in die Ausstellung gelockt werden. An der Außenfassade werden bis dahin Polarlichter, Schiffe, Forschende und Eisberge in einer aufwendigen Lichtinstallation zu sehen sein. Sie sollen die Bremerhavener*innen sowie Besucher*innen der Stadt in einen Lebensraum entführen, der ebenso faszinierend wie bedroht ist. Die Projektion mit dem Titel „SCREENING NORTHERN LIGHTS“ ist eine Kooperation des DSM mit dem Medienkünstler Kurt Laurenz Theinert und dem Kurator Helmut M. Bien (westermann kulturprojekte).

„Ausstellung und Installation verdeutlichen das Spannungsfeld zwischen Faszination und Bedrohung.  Sie erzeugen Ehrfurcht für Prozesse, die wir mit unserem Verhalten anstoßen und die sich nicht mehr zurückdrehen lassen“, erklärte Bien am Eröffnungsabend. Auf dem Podium diskutierte er mit dem Geophysiker und Leiter der Meereissektion am AWI, Professor Dr. Christian Haas, Fridays for Future Aktivisten sowie der DSM-Direktorin. „Es ist wunderbar zu sehen, wie wir das Gebäude mit seiner einzigartigen Architektur innen und außen zum Sprechen bringen können. Museen sollten der Gesellschaft Orientierung geben und das DSM möchte mit neue Zugänge zu gesellschaftlich relevanten Themen schaffen, denn alle großen und kleinen Menschheitsthemen lassen sich letztlich anhand der Geschichte von Schiffen erzählen“, so Sunhild Kleingärtner.

Weitere Infos unter www.dsm.museum/seachanges und www.dsm.museum/polarwochen


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