Nachhaltig wirtschaften, zukunftsfähig wachsen
Festmachen in Bremerhaven
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Preisverleihung
Klimaschutz, Nachhaltig Bauen

Auszeichnung für „LuneDelta“

Prof. Dr. Wolfgang Schuster, Mitglied im Rat für Nachhaltigkeit und Entwicklung sowie Oberbürgermeister a.D. der Stadt Stuttgart zeichnet die Pläne für das grüne Gewerbegebiet aus.

In Nachbarschaft zum Naturschutzgebiet Luneplate entwickelt die Bremerhavener Wirtschaftsförderung derzeit ein grünes Gewerbegebiet. Das zugrundeliegende Konzept hat bereits überzeugt: Es setzte sich im Wettbewerb „Projekt Nachhaltigkeit“ von RENN.nord – Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien – gegen eine Vielzahl ökologischer und sozialer Vorzeigevorhaben aus ganz Norddeutschland durch und wurde am 6. September im Alten Rathaus Hannover mit drei weiteren Projekten aus Niedersachsen prämiert.

 „Es freut uns sehr, dass das entstehende „Green Economy“-Gewerbegebiet im Bremerhavener Süden als Vorhaben mit Vorbildfunktion gesehen wird. Durch die Auszeichnung erhoffen wir uns eine noch größere Öffentlichkeit für das Konzept, um die Wirtschaft in möglichst vielen Kommunen davon zu überzeugen, dass sich Ökonomie, Ökologie und Soziales gut miteinander vereinbaren lassen“, sagt Annette Schimmel von der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH (BIS), die das Projekt leitet. In der Seestadt sehen die Pläne der Initiatoren dazu folgendes vor: Auf einer Fläche von150 Hektar soll ein umweltfreundliches, ressourcensparendes sowie wirtschaftlich-effizientes Arbeiten möglich werden. Dafür gilt es nicht nur Unternehmen anzusiedeln, die direkt Umweltschutzprodukte oder -dienstleistungen anbieten und in einem entsprechend authentischen Umfeld wirtschaften wollen, sondern auch Firmen, die in ihren Produktions- und Dienstleistungsprozessen Wert auf Klima- und Ressourcenschonung legen. „Zudem wollen wir soziale Einrichtungen für das nachhaltige Gewerbegebiet gewinnen und Freizeitmöglichkeiten schaffen, damit sich die Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz rundum wohlfühlen“, erklärt Annette Schimmel.

 

Im Visier: die Nachhaltigkeitsziele der UN

Der Siedlungsstruktur liegt das städtebauliche Konzept „LuneDelta“ des Planungsteams cityförster/ urbane Gestalt zugrunde, das im Rahmen eines Werkstattverfahrens entwickelt wurde. In Anlehnung an die Cradle-to-Cradle (Von der Wiege zur Wiege) Philosophie sieht der Entwurf vor, dass das Gewerbegebiet während und auch nach Ablauf der Nutzungsdauer einen gestalterischen, ökologischen und sozialen Mehrwert für Bremerhaven hat. „Das Areal wird behutsam in die Landschaft integriert und nur abhängig vom Bedarf weiterentwickelt und die Energieversorgung soll zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien erfolgen“, erläutert die Projektleiterin weiter. Um diese Ziele zu erreichen, arbeitet die BIS eng in einem Netzwerk aus Vertretern der Politik, aus wissenschaftlichen Einrichtungen, Verbänden, Kammern und Unternehmen zusammen. Ebenfalls ein Aspekt, der die Wettbewerbsjury überzeugte: „Das Vorhaben ist ein gutes Beispiel für Quartiersentwicklung der Zukunft. In enger Zusammenarbeit aller Akteure werden mehrere der von den Vereinten Nationen erhobenen 17 Nachhaltigkeitsziele – wie zum Beispiel menschenwürdige Beschäftigung oder nachhaltiger Konsum – berücksichtigt und umgesetzt. Das macht das geplante Gewerbegebiet zu einem Leuchtturmprojekt für die gesamte Bundesrepublik.“ Die Laudatio auf die Projektinitiatoren hielt Prof. Dr. Wolfgang Schuster, Mitglied im Rat für Nachhaltigkeit und Entwicklung sowie Oberbürgermeister a.D. der Stadt Stuttgart.

 

Wettbewerb „Projekt Nachhaltigkeit“

Der Wettbewerb „Projekt Nachhaltigkeit“ wurde im Jahr 2018 zum zweiten Mal von RENN.nord ausgelobt. Der Veranstalter ist das Norddeutsche Netzwerk mit Partnern aus den fünf Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Der Verbund hat es sich zur Aufgabe gemacht, regionale Akteure der Nachhaltigkeit zu vernetzen, ihren Austausch zu vertiefen, bestehende Strukturen zu fördern und dafür zu sorgen, dass gute Beispiele für nachhaltige Projekte schneller bekannt werden. Weitere Informationen unter www.renn-netzwerk.de/nord.


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