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Nicola Illing/Metropolregion Nordwest, Reent Janßen/Landkreis Friesland, Ingrid Marten und Tobias Busch/Wirtschaftsförderung Wesermarsch, Dr. Michale Murck/BIS, Dr. Marion Rohjans/OLEC e.V. Bildnachweis: Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH

Erneuerbare Energien, GREEN ENERGY, Neues aus Forschung, Bildung, Wissenschaft, Wasserstoff

Akzeptanz von Wasserstoff in der Metropolregion Nordwest

Wasserstofftechnologie bringt Systemwende – das Vorhaben will Verwaltung und Politik in den Diskurs um Erneuerbare Energien einbinden.

In der gesamten Metropolregion Nordwest bieten sich hervorragende Voraussetzungen für die Verknüpfung von Erzeugung, Produktion, Verteilung und Nutzung von Wasserstoff und daher für die Etablierung einer Wasserstoffwirtschaft. Im Gegensatz zu bisherigen Umsetzungsfeldern der erneuerbaren Energien kommt bei der Errichtung einer Wasserstoffwirtschaft über die komplette Wertschöpfungskette eine weitere Dimension hinzu, die nicht mit dem bisherigen Einsatz und den gesellschaftlichen Effekten der erneuerbaren Energien gleichzusetzen ist: Der Einsatz der Wasserstofftechnologie hat massive Auswirkungen nicht nur auf die Art und Weise wie Energie produziert, gespeichert und transportiert wird, sondern auch wie Energie genutzt wird. Die Verwendung von Wasserstoff bringt somit neue Herausforderungen. Die Energiewende kann aber nur gelingen, wenn die Akzeptanz für den notwendigen Transformationsprozess gesichert werden kann. In dem Maße, in dem das Energiesystem kleinteiliger und dezentraler wird, rückt das System auch immer dichter an die Bürgerinnen und Bürger in den Kommunen heran: die Auswirkungen werden damit unmittelbarer.

Zielsetzungen des Projektes

Das Projekt „Akzeptanz von Wasserstoff in der Metropolregion Nordwest: Herausforderungen auf der kommunalen Ebene“ nimmt sich des Themas Akzeptanz auf der kommunalen Ebene an und zielt damit insbesondere auf die kommunalen Entscheidungsträger:innen ab. Die Kommunen, Städte und Gebietskörperschaften sind ein zentraler Partner für die Gestaltung der Energiewende und bei der Umsetzung politischer Vorgaben. Sie sind damit zugleich unverzichtbar für die Wirtschaft, damit die Transformation durch regionale/lokale Projekte erfolgreich verlaufen kann.

Das Projekt geht an den Start – 1. Schritt: Onlinebefragung

Mitte September startete das Projekt mit einer Online-Befragung, der Fragebogen wurde über das Institut ARSU (Oldenburg) versendet mit dem Ziel, Informations- und Handlungsbedarfe zur Verstetigung der Akzeptanz der Wasserstofftechnologie auf der kommunalen Ebene zu ermitteln. Die Befragung richtete sich an Politik und Verwaltung der Städte und Kommunen der Metropolregion Nordwest (insgesamt 129). Auf der Verwaltungsebene wurden die Fachabteilungen adressiert (Bauleitplanung, Verkehr, Klima/Energie), bei denen ein Bezug zum Thema Wasserstoff verortet werden kann.

2. Schritt: Workshopformate mit Vertreter:innen aus den Verwaltungen/Politik

Auf Basis der Ergebnisse aus den Erhebungen der Fragebögen werden im zweiten Schritt Workshopformate entwickelt, die das Verständnis und die Akzeptanz für die Wasserstofftechnologie weiter verstetigen sollen. Die Workshops werden als Instrument zur Wissens- und gleichzeitig Akzeptanzsteigerung dienen, in dem die in der Online-Befragung identifizierten Informations- und Diskussionsbedarfe aller Kommunalvertreter:innen aufgegriffen werden.

Die Workshops zielen darauf ab:

a. Gewünschte Informationen bereitzuhalten und zu vermitteln
b. Fachlichen Austausch zwischen den Akteuren zu ermöglichen, um Erfahrungswerte teilen zu können
c. durch Wissensvermittlung und Austausch Akzeptanz zu steigern

3. Schritt: Wasserstoffprojekte in der Praxis – eine Exkursion

Konkrete Vorhaben, in denen Wasserstoffaktivitäten bereits realisiert worden oder in Planung sind, können durch Anschauung und Erleben zur Akzeptanzsteigerung beitragen. Eine eintägige Exkursion zu einem Standort, der bestehende Wasserstoffprojekte vorzuweisen hat soll dazu beitragen, einen Einblick in die kommunalen Handlungsspielräume beim Übergang in die Wasserstoffwirtschaft zu erlangen.

4. Schritt: Abschlussveranstaltung für die Zielgruppe – Zielsetzung: Fortsetzung der Vernetzung

Als Projektabschluss wird eine zielgruppebezogene Abschlussveranstaltung organisiert, die sich an die komplette Metropolregion Nordwest wendet. Die Konzeption der Veranstaltung richtet sich auf:

  • a. die Präsentation der Ergebnisse der Befragung und der Workshops
  • b. eine Aktivierung eines regionsweiten H2-Dialogs auf kommunaler Ebene, aus dem sich weitere Netzwerkaktivitäten ableiten lassen z.B. Projekte, regelmäßiger Arbeitskreis
Als Projektpartner haben sich zusammengeschlossen:
  • die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH,
  • der Verein H2BX – Wasserstoff für die Region Bremerhaven e.V.,
  • der Landkreis Friesland,
  • das Oldenburger Energiecluster (OLEC) e.V sowie
  • die Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH.

Das Vorhaben wird gefördert mit Mitteln der Metropolregion Nordwest.

Weitere Informationen zum Projekt über

Tobias Busch, Energiemanager der Energieregion Wesermarsch, busch@wesermarsch.de, Tel. 04401 – 996911


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