Nachhaltig wirtschaften, zukunftsfähig wachsen
Festmachen in Bremerhaven
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Best Practices aus der Wirtschaft, Klimaschutz, Nachhaltigkeit

Gut für die Umwelt und gegen Pendlerstress

Zu Unbekannten ins Auto steigen? Damit das nicht sein muss, haben sich Beschäftigte aus vier Bremerhavener Unternehmen erstmals auf einer Mitfahr-Messe getroffen. Initiiert wurde die Veranstaltung von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens, um Emissionen im Pendlerverkehr zu reduzieren.

Sich kennen lernen, austauschen und im Idealfall für gemeinsame Arbeitswege zusammenfinden – das war das Ziel von Beschäftigten der in den Havenwelten ansässigen Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung (BIS), bremenports, des Klimahauses und des Atlantic Hotels Sail City. In Letzterem fand am Montag, dem 4. Oktober das Treffen statt, zu dem energiekonsens im Rahmen des Projektes „Kooperationen CO2“ eingeladen hatte. Die Klimaschutzagentur war es auch, die die Unternehmen im Vorfeld für die Idee gewann, ein überbetriebliches Mobilitätskonzept zu erstellen. Ein zentrales Thema war es dabei, Fahrgemeinschaften unter den insgesamt 440 Mitarbeitenden zu suchen.

In einem ersten Schritt wurde über einen Fragebogen ermittelt, ob innerhalb der Belegschaften überhaupt Interesse daran besteht. Die Auswertung zeigte: Es gibt durchaus eine Bereitschaft, gemeinsam zur Arbeit und wieder zurückzufahren. 40 Beschäftigte signalisierten, sich aktiv mit dem Thema beschäftigen zu wollen. Im weiteren Projektverlauf wurden sie vom energiekonsens-Team ihren Wohnorten entsprechend in sieben Gruppen eingeteilt. Bei der ersten Begegnung schaute jede einzelne dann, ob es Möglichkeiten gibt, sich zusammen auf den Weg zu machen. „Wer am weitesten weg wohnt, kann vielleicht andere einsammeln oder es wird ein Treffpunkt vereinbart, der für die meisten gut erreichbar ist und keine großen Umwege bedeutet“, so Stella Reulecke, Projektmanagerin bei energiekonsens.

Kontakte weiter ausbauen

Das Fazit: Unterschiedliche Arbeitszeiten und nicht kompatible Fahrtrouten sorgen für Herausforderungen bei der Bildung von Fahrgemeinschaften, doch die Teilnehmenden wollen in Kontakt bleiben und das Thema weiterverfolgen. „Ich weiß von Kollegen, die heute nicht dabei sind, dass sie ähnliche Arbeitswege haben. Diese werde ich noch einmal gezielt ansprechen und fragen, ob wir uns zusammentun wollen“, sagte Britta Sethmann, Assistentin der Geschäftsführung bei der BIS. Sie fährt seit diesem Jahr mit dem E-Bike nach Bremerhaven. „Das gefällt mir gut, aber ich hätte gerne noch eine nachhaltige Alternative für die bald beginnende dunkle Jahreszeit.“

Einen weiteren Gedanken hat ihre Gruppe aus Mitarbeitenden von bremenports und dem Atlantic Hotel Sail City diskutiert und für gut befunden. Britta Sethmann: „Wir wollen weitere Unternehmen mit ins Boot holen, die sich in direkter Nähe unseres Arbeitgebers befinden. Da lässt sich bestimmt noch einiges bewegen.“ Auch Martina Bothen, die im Klimahaus tätig und auf das Auto angewiesen ist, will weiter Kontakte für eine Fahrgemeinschaft knüpfen. „Man muss es versuchen und dranbleiben. Das ist gut fürs Klima und bei den steigenden Spritpreisen auch fürs eigene Portemonnaie!“

Weitere Informationen zum Thema „Gemeinsame Arbeitswege“ unter www.energiekonsens.de/unternehmen/mobilitaet

„Kooperation CO2“ ist Teil des Projektes „Bremer Unternehmen sparen CO2“. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Investition in Bremens Zukunft. Projektträger ist energiekonsens, die gemeinnützige Klimaschutzagentur für Bremen und Bremerhaven. Kooperationspartner des Projekts sind die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH und die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH.

Weitere Informationen unter: https://energiekonsens.de/unternehmen/kooperation-co2


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