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Effizienztisch „energiekonsens Hotellerie“: Klimaschutz im Blick

Die Corona-Beschränkungen stellen Hoteliers aus Bremen und Bremerhaven weiterhin vor große Herausforderungen. Doch beim digitalen Netzwerktreffen des Effizienztischs „energiekonsens Hotellerie“ der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens wurde deutlich: Der Blick geht in die Zukunft und der Klimaschutz steht bei den Teilnehmenden weiter auf der Agenda.

Einige der teilnehmenden Hotels aus Bremen und Bremerhaven haben komplett geschlossen, andere erhalten den Betrieb nur für Geschäftsreisende aufrecht. Für leidenschaftliche Gastgeber eine bedrückende Situation. Hinzu kommen finanzielle Einbußen und die Ungewissheit, wann sie wieder Reisende beherbergen können. Doch bietet die derzeitige Lage auch die Gelegenheit, im Hause aktiv zu werden und an die Zukunft zu denken: Zimmer werden renoviert, Schönheitsreparaturen erledigt und die Zeit nach dem Lockdown geplant.

41 Klimaschutz-Maßnahmen identifiziert

Der Blick geht also in die Zukunft und auch Ausgaben für Energieeffizienz und Klimaschutz sind bei den Teilnehmenden nicht vom Tisch: „Wenn Investitionen Sinn machen, kann man die auch umsetzen“, so Piet Rothe, Geschäftsführer des Hotel Amaris in Bremerhaven.

„Große Maßnahmen sind nicht bei allen möglich, aber auch der relativ günstig und schnell erledigte Umstieg auf LED-Beleuchtung macht schon einen Unterschied“, meint Nadia Bremer, Projektleiterin bei energiekonsens. „Es ist klar, dass die aktuelle Situation die Möglichkeiten der Hotels beeinflusst. Umso größer ist unsere Freude, dass sie sich weiterhin an unserem Effizienztisch für den Klimaschutz engagieren.“

Insgesamt hat Energieberater Stephan Goedeke 41 Maßnahmen zur Energie- und damit CO₂-Einsparung identifiziert, um den Verbrauch von rund 15.500 MWh im Basisjahr 2019 zu senken. Was davon in Angriff genommen werden kann, entscheiden die Teilnehmenden bis zum nächsten Netzwerktreffen.

Lüftungsanlagen: Neue Haustechnik auf Energieeffizienz prüfen

Auch im Hinblick auf die Haustechnik war Corona bei dem Treffen ein Thema. Denn Goedeke erläuterte, wie Lüftungsanlagen dabei helfen können, die Aerosole und damit die mögliche Virenlast in Räumen zu reduzieren. „Am einfachsten ist zwar die Fensterlüftung, aber im Winter wird es dann natürlich schnell ungemütlich“, so Goedeke. „Am besten ist eine Zu- und Abluftanlage, die für einen Luftaustausch sorgt und neben Aerosolen auch gleich CO₂ aus dem Raum befördert.“

Wichtig sei, dass die Anlage optimal an die Raumgröße, die Anzahl der Personen und deren Tätigkeiten angepasst ist. „Für Hotels ist es ein großes Plus, wenn sie nach dem Lockdown mit einer guten Lüftung dafür sorgen können, dass sich die Gäste bei Opas achtzigstem Geburtstag gut aufgehoben fühlen“, meint Goedeke.

Grundsätzlich kann die Modernisierung von Zu- und Abluftanlagen auch nach der Pandemie eine sinnvolle Investition sein, da sie neben dem gesteigerten Komfort für die Nutzer durch die effektive Wärmerückgewinnung und Steuerung auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Ist eine solche Anlage aber noch nicht vorhanden, sollte die Anschaffung gut überlegt sein, denn jede zusätzliche technische Anlage erhöht den Energieverbrauch.

Über das Projekt

Am Effizienztisch „energiekonsens Hotellerie“ nehmen aus Bremen die Hotels und Gastbetriebe Atlantic Hotel Airport, Hotel Munte, Steigenberger Hotel Bremen, das Maritim Hotel und Congress-Centrum und die Stiftungsresidenz Riensberg teil; aus Bremerhaven das Best Western Hotel Bremerhaven, Hotel Amaris, Hotel Haverkamp und das im-jaich Hotel.

Der Effizienztisch ist Teil des Projekts „Bremer Unternehmen sparen CO₂“ und wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Investition in Bremens Zukunft sowie aus Mitteln der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau. Projektträger ist energiekonsens, die gemeinnützige Klimaschutzagentur für Bremen und Bremerhaven. Kooperationspartner sind die Wirtschaftsföderung Bremen (WFB) und die Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung (BIS).

Projektzeitraum:

März 2019 – März 2023

Weiterführende Links:

www.efre-bremen.de


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