Nachhaltig wirtschaften, zukunftsfähig wachsen
Festmachen in Bremerhaven
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Arne Dunker

Klimahaus Bremerhaven mit Geschäftsführer Arne Dunker

Freizeit/Erleben in Bremerhaven, Klimaschutz, Klimawandel, Nachhaltigkeit

Wo Klimaschutz auf Hochtouren läuft

Die Türen des Klimahaus Bremerhaven 8˚ Ost sind im Lockdown zwar geschlossen, hinter den Kulissen der Wissens- und Erlebniswelt wird aber weiterhin gearbeitet – an Zukunftsprojekten, die Wissenschaft in gewohnter „Klimahaus-Manier“ erlebbar machen.

So ist für Ende 2022 die Eröffnung einer neuen Dauerausstellung über drei Etagen zum Thema „Wetterextreme“ geplant. Das Besondere daran: Besucherinnen und Besucher fahren per Hubplattform durch verschiedene Szenerien des Klimawandels und spüren dabei hautnah die Folgen wie zum Beispiel enorme Hitze oder starke Winde. „Diese Erlebnisse werden von Informationen dazu untermauert, auf was wir uns zukünftig aufgrund der Erderwärmung einzustellen haben“, erklärt Arne Dunker, Geschäftsführer des Klimahaus Bremerhaven. Er nennt Beispiele: Ob Waldbrände, Trinkwasserknappheit oder Überschwemmungen – all diese Ereignisse, die in Deutschland durch den Klimawandel bereits zugenommen haben, werden nach wissenschaftlichen Prognosen zukünftig noch häufiger und heftiger auftreten. „Die Ausstellung soll deutlich machen, dass es unabdingbar ist, sich darauf vorzubereiten. Das betrifft die unterschiedlichsten Bereiche – von der Landwirtschaft über die Stadtplanung und Architektur bis hin zum Versicherungswesen und dem Katastrophenschutz – und nicht zuletzt natürlich jeden einzelnen Bürger. Denn wir sind es, die sich anpassen müssen“, betont er weiter. Wie das gelingen kann, zeigt sein Haus mit einem bundesweit einzigartigen Mix aus Showeffekten und Wissensvermittlung. Das Konzept dafür hat die wissenschaftliche Abteilung des Klimahauses zusammen mit dem Berliner Studio klv erarbeitet, das auch an der Umsetzung beteiligt ist und im Auftrag der Bremerhavener BEAN arbeitet.

Energiewende im Fokus

Dem Großprojekt folgt eine weitere Neuerung auf dem Fuß: Im Jahr 2023 soll der Bereich „Perspektiven“ im Klimahaus komplett umgebaut und neugestaltet werden. Dabei rücken die Themenfelder „Energiewende“ und „Klimaschutz“ in den Mittelpunkt. „Wir wollen greif- und begreifbar machen, wie die Zukunft aussehen könnte, wenn Wasserstoff- und Windtechnologie sowie ihre Kombination zum Einsatz kommen. Technologien, für die Bremerhaven ein wichtiger Standort ist“, sagt Arne Dunker. Die Vorbereitungen dafür laufen schon auf Hochtouren, während der Startschuss für ein anderes Projekt bereits im April dieses Jahres fällt. Dann will die Bremerhavener Wissenschafts- und Erlebniswelt mit mehreren Forschungsinstituten eine Wanderausstellung zur Energiewende entwickeln. „Darin geht es um die Frage, welche Möglichkeiten es für die Industrie gibt, ohne Einsatz fossiler Rohstoffe beispielweise chemische Produkte herzustellen oder Energie zu erzeugen“, erläutert Arne Dunker. Ziel der insgesamt sieben Projektpartner ist es, Forschungsarbeiten aus diesem Themenbereich spannend und verständlich aufbereitet der Öffentlichkeit zu präsentieren. Im Oktober 2022 soll die Wanderausstellung im Klimahaus zu sehen sein und von dort auf bundesweite Tournee gehen. Begleitet und evaluiert wird das Vorhaben von der Technischen Universität Ilmenau. Über sie wollen die Beteiligten Auskunft dazu erhalten, was die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung besonders interessiert und welche Vermittlungsansätze welche Wirkung hinterlassen. Die Kosten für das Forschungsprojekt liegen bei über sechs Millionen Euro. Fördermittel sind beim Bundesforschungsministerium beantragt, das bereits Bereitschaft signalisiert hat, die Realisierung des Konzeptes zu unterstützen. Arne Dunker: „Wir freuen uns sehr auf die Herausforderungen, mit denen sich auch das Klimahaus neu ausrichtet und Wege zu einer Klimaverträglichen Lebens- und Wirtschaftsweise aufzeigt.“


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