Nachhaltig wirtschaften, zukunftsfähig wachsen
Festmachen in Bremerhaven
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Ladestation b.offshore

Best Practices aus der Wirtschaft, Klimaschutz

Hürdenlauf zum Elektroauto

Die b.offshore GmbH hat für eine eigene Ladestation einiges an Hindernissen aus dem Weg geräumt.

Damit Deutschland die für 2030 gesteckten Klimaziele erreicht, sollen schnellstmöglich mehr Elektroautos auf unseren Straßen fahren. Doch wer hierzulande dazu einen Beitrag leisten will, muss im Vorfeld einiges beachten – so zum Beispiel den Ausbau der Ladeinfrastruktur vor Ort. Diese Erfahrung machte jüngst Thomas Pontow, geschäftsführender Gesellschafter des Windenergiedienstleisters b.offshore GmbH in Bremerhaven. Anfang des Jahres entschied er sich, ein E-Fahrzeug für sein Unternehmen anzuschaffen. „Unser Geschäftsfeld gehört zu einer Branche, die für klimafreundlichen, sauberen Strom steht. Da ist es uns ein Bedürfnis, selbst entsprechend nachhaltig zu handeln, indem wir auf Elektromobilität setzen. Unserem Team war schon bewusst, dass dies mitunter ein kleines Abenteuer werden könnte, aber wir wollten die Technik unbedingt selbst testen“, sagt Thomas Pontow. Nicht erwartet hatte er, dass es bereits eine Herausforderung sein würde, die Rahmenbedingungen zu schaffen. „Wir haben unser technisches Büro im Kaiserhafen. Dort – so mussten wir feststellen – gibt es keine öffentlichen Ladestationen in der Nähe, welches natürlich unpraktisch für den Betrieb eines Elektrofirmenwagens ist“, so der Diplom-Ingenieur. Aufgeben wollte er die Idee aber nicht. Thomas Pontow regte bei der Stadtverwaltung und dem Energieanbieter vor Ort an, eine Ladestation am Columbus Cruise Center zu errichten und erfuhr: Erst einmal sei das nicht geplant. Der Unternehmer fasste also den Entschluss, selbst eine solche elektrische Anlage am Autostellplatz vor dem Bürogebäude installieren zu lassen, obwohl es für diese Art von Stromanschlüssen (noch) keine Zuschüsse gibt: „Wir wollten einfach nicht länger warten – zumal wir im April auch den richtigen Partner für unser Vorhaben gefunden hatten: Eurogate.“ Die Bremerhavener Containerterminal-Gruppe versorgt sein Unternehmen seit Jahren mit Strom aus einem Trafohäuschen nur 20 Meter von b.offshore entfernt. „Hier wurde für uns ein Extra-Anschluss mit Zähler gelegt. An diesen ließen wir eine Ladestation anschließen, über die wir nun die Energie für unser E-Auto beziehen“, erklärt Thomas Pontow. Die Kosten dafür musste seine Firma selbst tragen. Das sowie der gemeisterte Hürdenlauf im Vorfeld seien ihm die Sache wert gewesen. „Nach wie vor bin ich überzeugt von der Entscheidung für ein E-Fahrzeug. Das Auto, das wir seit Mai vor der Tür stehen haben, fährt sich sehr gut“, betont der Geschäftsführer. Anfängliche Befürchtungen der Mitarbeiter, sie könnten auf dem Weg zum Kunden ohne Power im Tank stehen bleiben, seien zerstreut. Thomas Pontow: „Unser Wagen hat eine elektrische Reichweite von über 400 Kilometern. Das reicht für viele unserer Termine vollkommen aus.“


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