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Best Practices aus der Wirtschaft, Naturschutz

Stiftung Hafenbiene: ökologisch, nachhaltig, regional

„Summ, summ, summ, Bienchen summ herum…“ – das ist in Bremerhaven und der angrenzenden Region nicht nur erwünscht, sondern wird durch die gemeinnützige Stiftung Hafenbiene auch tatkräftig unterstützt. Stiftungsgründer ist der frühere Hobby- und heutige Stadtimker Andreas Bredehorn. Sein Ziel: In der Seestadt die Vielfalt der über 550 Wildbienenarten in Deutschland sowie die Lebensbedingungen der uns bekannten Honigbiene zu erhalten.

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen, keine Bestäubung, keine Pflanzen, keine Nahrungsgrundlagen, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr“, so lautet ein Zitat, das Albert Einstein zugeschrieben wird. Um zu verhindern, dass genau dies eintritt, geht Andreas Bredehorn neue Wege und lädt möglichst viele Mitstreiter ein, ihn zu begleiten. Bereits seit fünf Jahren sind unter seiner Anleitung Bienen, Insekten und deren Lebensräume fester Bestandteil aktiver Schulprojekte an der Immanuel-Kant-Oberschule in Geestemünde. Auf Dächern, Freiflächen, Gärten oder Parks Bremerhavens hält er Bienenvölker und stellt Honig her. Mit seiner Firma Seestadt-Honig finanziert Andreas Bredehorn einige ökologische Projekte mit Kindern in der Stadt Gemeinsam wurden zum Beispiel Insektenwiesen angelegt und Bienenkästen aufgestellt. Im Rahmen der jungen Stiftung Hafenbiene hat er in Kooperation mit Bildungsträgern, Vereinen, Schulen und Kindertagesstätten nun ein Veranstaltungsprogramm entwickelt, das Führungen, Schulungen und Vorträge rund ums Thema Bienen- und Naturschutz beinhaltet. „Geplant sind Honig- und Imkerkurse sowie Workshops zum Bau von Insekten- und Bienenhotels, Gärtnern am angelegten Hochbeet und die Pflege biologischer Vielfalt in der Seestadt“, nennt Imker Andreas Bredehorn einige Beispiele. Dafür wurden Fördermittel beantragt und Planungen für den ersten größeren Projektstandort gestartet.

„Wenn alles klappt, sind an diesem neuen Standort schon bald neben Schulklassen und Kitagruppen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger der Stadt herzlich willkommen – ob mit oder ohne Erfahrungen im Umgang mit der Honigbiene“, sagt der Imker. Er will dort Raum für den Erfahrungsaustausch anbieten und bei konkreten Anliegen weiterhelfen. „Wer zum Beispiel sein Bienenvolk abgegeben muss, mit dem finden wir eine gute Lösung. Wem die Imker-Ausrüstung fehlt, der wird ebenfalls bei uns fündig“, so Andreas Bredehorn. Die Stiftung Hafenbiene wird auch Honigschleudern zur Verfügung stellen, die kostenlos genutzt werden können, um den Zugang zum Imkerhobby zu erleichtern. Finanziert werden die Angebote über Spenden bisheriger Partner und Unterstützer von Andreas Bredehorn. „Ich freue mich natürlich, wenn weitere dazu kommen. Jeder Betrag – ob groß oder klein – ist wichtig“, betont der Bremerhavener, der über die Stiftungsarbeit hinaus auch zukünftig für mehr Nachhaltigkeit in seiner Heimatstadt unterwegs sein wird. Konkret kümmert er sich um brachliegende Flächen, die renaturiert werden und damit Lebensräume für die heimische Natur sichern. All das schafft Andreas Bredehorn allerdings nicht allein, sondern nur mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern. „Ohne ihr Engagement würde es die Stiftung nicht geben“, sagt er und betont: „Wir freuen uns über weitere Mitstreiter, die unsere Arbeit bereichern und befruchten!“ Weitere Informationen dazu gibt es auf der Website.


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