Nachhaltig wirtschaften, zukunftsfähig wachsen
Festmachen in Bremerhaven
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Energieeffizienz, Neues aus Forschung, Bildung, Wissenschaft

Erste Schritte sind gemacht – mit Photovoltaik auf dem Dach

Vor gut einem Jahr hat die Hochschule Bremerhaven gemeinsam mit Studierenden und Mitarbeitern ein Energie- und Klimaschutzkonzept entwickelt.Nach einer Überprüfung der eigenen Kohlenstoffdioxid-Emissionen wurden Handlungsfelder festgelegt, in denen sich der CO2-Ausstoß mindern lässt – nämlich insbesondere in den Bereichen Mobilität und Gebäudetechnik. Heute sind 39 Maßnahmen festgeschrieben, die nun sukzessive umgesetzt werden.

Erste Schritte sind gemacht. Im März nehmen Photovoltaikanlagen mit einer Spitzenleistung von 90 Kilowatt peak auf zwei Hochschulgebäuden den Betrieb auf. Dann produziert die Lehreinrichtung eigene Energie aus Sonnenkraft und benötigt weniger Fremdstrom. „Später lassen wir auch andere Flachdächer auf dem Gelände prüfen, ob sie sich für die Installation von PV-Technik eignen“, sagt Thomas Schäfer, Leiter der Abteilung Bau und Betrieb im Haus, der dieses und alle weiteren geplanten technischen Projekte begleitet. Dafür hat er voraussichtlich schon bald tatkräftige Unterstützung an seiner Seite. „Wir schaffen die Stelle eines Klimaschutzmanagers oder einer -managerin, der oder die die Maßnahmen weiter ausgestaltet und deren Umsetzung organisiert und koordiniert“, betont Prof. Dr.-Ing. Peter Ritzenhoff, Rektor der Hochschule Bremerhaven.

Positive Effekte sichtbar werden lassen

Ein Team, das alle Hände voll zu tun haben wird. So, ist zum Beispiel auch ein hydraulischer Abgleich der Heizkörper, Pumpen und Leitungsnetze in den Hochschulgebäuden vorgesehen. „Das sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Heizungswassers und stellt sicher, dass die Wärme bestmöglich in den Räumen verteilt wird“, erklärt Thomas Schäfer. Was noch auf der Agenda steht: Die Umstellung auf LED Leuchten in allen Häusern, der Austausch von alten Fensterscheiben durch Wärmeschutzverglasung oder der Anschluss von Bewegungsmeldern in Fluren und auf Toiletten. „Denn hier wird oft vergessen, das Licht auszuschalten und das verbraucht auf Dauer viel Strom“, so der Techniker und nennt weitere Vorhaben. „Im Rahmen eines Energiemonitorings erhält jedes Haus einen separaten Stromzähler. Auf diese Weise können wir positive Effekte – etwa durch den Einsatz von Energiesparlampen in einzelnen Gebäuden – sichtbar machen.“ Wovon er sich ebenfalls sinkende Verbräuche verspricht: „Wir führen ein System für Gebäudeleittechnik zur Lastgangoptimierung ein. Darüber lassen sich Luft- und Wasserströme vom PC aus regulieren und Temperaturen werden nachts, an Wochenenden oder Feiertagen automatisch heruntergefahren.“

Umweltfreundlich mobil machen

Insgesamt möchte die Hochschule Bremerhaven ihre CO2-Emissionen – 2016 waren es 3.550 Tonnen – in den kommenden Jahren um mindestens 20 Prozent reduzieren. Ein Schwerpunkt des nachhaltigen Engagements liegt dabei auch auf dem Punkt Mobilität, die den größten Posten der Kohlenstoffdioxid-Bilanz in der Lehreinrichtung ausmacht. Denn: Viele Studierende und Mitarbeiter von außerhalb kommen mit dem PKW. „Über ein vorgesehenes Portal soll es den Mitarbeitern erleichtert werden, Fahrgemeinschaften zu bilden. Darüber hinaus wird geprüft, ob es sinnvoll, ist E-Bike-Stationen einzurichten“, erläutert Peter Ritzenhoff. Ambitioniert sei das gesetzte Ziel schon, räumt er ein. „Aber wir sind guter Dinge, es zu erreichen.“ Die Teilnahme seiner Hochschule am Effizienztisch Bremerhaven habe zusätzlichen Ansporn gegeben. „Da haben wir im Austausch mit anderen Unternehmen gute Anregungen bekommen und jetzt einige Dinge angeschoben, die schon bald Früchte tragen werden.“


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