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Klimawandel, Neues aus Forschung, Bildung, Wissenschaft

Neues DLR Institut in Bremerhaven eröffnet

Schutz von Häfen und Offshore-Windparks vor Unfällen und Angriffen.

Im Biotechnologiezentrum Bio Nord hat Bremerhavens neueste Forschungseinrichtung, das DLR-Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen, nun auch offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Vor dem Hintergrund von Energiewende, Digitalisierung, innovativer Mobilität und globaler Vernetzung widmet sich das Institut der Aufgabe, die dafür notwendigen Infrastrukturen wie Häfen und Offshore-Anlagen vor Unfällen und Einwirkungen von außen zu schützen.

In Bremerhaven erwartet das DLR vor allem eines: eine exzellente Forschungsinfrastruktur. Darauf verwies unter anderem der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann, bei der Eröffnungsfeier. „Das DLR baut eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und industrieller Anwendung“, so Brackmann in Bremerhaven. Die neue Einrichtung – insgesamt gibt es in Deutschland 40 DLR-Institute an 20 Standorten – startet zunächst mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Schon bald sollen 40 weitere Arbeitsplätze in den Räumen des Bio Nord entstehen. 4,5 Millionen Euro erhält das Institut jährlich von Bund und Ländern.

Bremens regierender Bürgermeister Dr. Carsten Sieling lobte den Ansiedlungserfolg: „Mit dem neuen Institut in Bremerhaven baut das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt seine Präsenz im Land Bremen deutlich aus. Einmal mehr zeigt sich, welche zentrale wirtschaftliche Funktion Hafenstandorte und deren Infrastruktur für Deutschland haben“, so Sieling.

Erste Neuanschaffung des DLR-Instituts wird ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug sein. Damit soll neu zu entwickelnde optische und akustische Sensorik erprobt werden. „Nun werden wir uns auch technologisch der Unterwasserwelt nähern, nachdem wir bereits in der Forschung für Luft- und Raumfahrt, Energie und Verkehr sowie Sicherheit und Digitalisierung hervorragend aufgestellt sind“, sagte Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorsitzende des Vorstandes des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Aktuell gibt es bereits eine Kooperation zwischen dem DLR und dem Alfred-Wegener- Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI): Im Projekt EDEN:ISS werden gemeinsam im Rahmen einer Antarktis-Überwinterungsmission Kräuter, Salate und frisches Gemüse für die zehnköpfige Crew auf der Neumayer-Station III des AWI gezüchtet.

Am Standort Bremerhaven sollen nun künftig weitere Kooperationen und Projekte ins Leben gerufen werden. „Für uns ist Bremerhaven ein idealer Standort“, sagt der Institutsdirektor Dr. Dennis Göge.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR hat seinen Hauptsitz in Köln. Website: www.dlr.de


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