Nachhaltig wirtschaften, zukunftsfähig wachsen
Festmachen in Bremerhaven
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Cradle to Cradle, Nachhaltig Bauen

Cradle to Cradle – ein Innovationskonzept für Bremerhaven?

Im Kreislauf denken und handeln und die Arbeits- und Umwelt besser machen

Die Bremerhavener Wirtschaftsförderung hatte kürzlich zu einem Workshop eingeladen, in dem das Innovationskonzept „Cradle to Cradle“ (C2C) vor- und zur Diskussion gestellt wurde. Moderiert wurde die Veranstaltung von der EPEA Internationale Umweltforschung (Environmental Protection Encouragement Agency). Die EPEA wurde 1987 von Prof. Dr. Miachael Braungart gegründet. Als international tätiges wissenschaftliches Forschungs- und Beratungsinstitut arbeitet das Unternehmen mit Akteuren und Unternehmen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen und unterstützt bei der Einführung von zirkulären Prozessen. Die Grundidee ist, Chemie, Biologie und Umweltwissenschaft mit Produktoptimierung und Produktentwicklung zu kombinieren. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung des Workshops:

Was bedeutet die Umsetzung des Cradle to Cradle Konzeptes für Bremerhaven? Die von der Bremerhavener Wirtschaftsförderung eingeladenen Unternehmen sowie Vertreter der Stadt und der Hochschule Bremerhaven wurden von zwei Mitarbeitern der EPEA zunächst in das Thema eingeführt. Die Vorstellungsrunde des heterogenen Teilnehmerkreises hatte zuvor auch die Erwartungen und Interessen verdeutlicht: Es wurden Antworten auf folgende Fragen gesucht:

  • Was bedeutet C2C für die Produktentwicklung?
  • Können mit C2C neue Geschäftsmodelle realisiert werden?
  • Kann die regionale Wirtschaft mit dem Ansatz unterstützt und nachhaltig entwickelt werden?
  • Was bedeutet C2C für den Bereich der Forschung und Lehre?
  • Gibt es Einsatzmöglichkeiten im Hafen und in der Logistik?
  • Was heißt C2C für den Baubereich und in der Touristik?
  • Gibt es Bezüge zur Elektromobilität und zu den Erneuerbaren Energien?
  • Kann Klimapolitik durch C2C optimiert werden?

Als Einstieg stellte die Bremerhavener Wirtschaftsförderung die Umsetzung des C2C Konzept in eine Gebietsentwicklung vor, denn die C2C-Prinzipien sind in den ersten Planungen für das geplante „grüne“ Gewerbegebiet auf der Luneplate berücksichtigt worden. Die Ergebnisse können hier noch einmal nachgelesen werden.

In zwei Arbeitsgruppen wurden anschließend die Themen „Wir wollen 100% Erneuerbare Energie für die Stadt“ sowie „Durch welche Maßnahmen können zukunftsfähige Arbeitsplätze mit lebendigen und kommunikativen Elementen entstehen“ vertieft. Bei dem Energiethema stießen die Workshopteilnehmer immer wieder auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die den Einsatz der erneuerbaren Energien behindern. Geeignete Maßnahmen seien jedoch Wärme- und Stromspeicher, ein intelligentes Netz („smart grid“), gemeinsame Wärmenetze, Energiegenossenschaften, eine Vernetzung untereinander bzw. auch Energieautarkie. Die zweite Arbeitsgruppe diskutierte Erfolgsfaktoren zukunftsfähiger Arbeitsplätze. Mögliche Maßnahmen seien eine stärkere Vernetzung zwischen Ausbildung und Arbeit auf regionaler Ebene, eine passende Infrastruktur, sowie die Förderung des Informationsaustauschs zwischen den Betrieben. Bezogen auf das geplante „grüne“ Gewerbegebiet wurde während der Diskussion noch einmal deutlich, dass ein Gebietsmanagement für mehr Transparenz im Gebiet und auf diese Weise auch zu einem attraktiven Arbeitsumfeld beitragen kann.

Abschließend stellten die Workshopteilnehmer fest, dass C2C nicht nur eine Frage der Biologie und Chemie ist (welche Stoffe sind schlecht, wodurch kann ich sie ersetzen). Es geht auch um die Frage, inwieweit durch gemeinsames Wirtschaften, durch den Austausch von Wissen und durch mehr Transparenz Ressourcen geschont und die Arbeits- und Umwelt lebenswerter gemacht werden können! Auf Wunsch der Workshopteilnehmer wird die Reihe fortgesetzt, weitere Interessenten sind willkommen.


 


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