Nachhaltig wirtschaften, zukunftsfähig wachsen
Festmachen in Bremerhaven
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Alpha Ventus - Deutschland erster deutscher Offshore-Windpark.
Best Practices aus der Wirtschaft, Erneuerbare Energien

Japanische Delegation zu Gast in Bremerhaven

Weltweit gibt es Ausbaupläne für die Offshore-Windenergie. Der Offshore-Standort Bremerhaven als Vorreiter dieser jungen Industrie wird immer wieder besucht, um zu erfahren, wie der Standort entwickelt wurde. Erst kürzlich war eine japanische Delegation aus Kitakyushu zu Gast und informierte sich vor Ort.

Japans Potenzial für die Offshore-Windenergie wird auf rund 600 Gigawatt geschätzt – doch Investitionen in die umweltfreundliche Energiegewinnung aus dem Meer sind derzeit noch sehr spärlich. Knapp 50 Megawatt bzw. 28 Anlagen an 8 verschiedenen Standorten sind bislang erst umgesetzt. Der Hintergrund hierfür ist, dass sich die Politik in Japan uneins ist, wie es mit der Energieversorgung weitergehen soll: Nach der Kraftwerkskatastrophe im japanischen Fukushima im März 2011 beschloss die japanische Regierung zunächst einen Ausstieg aus der Atomenergie – doch dem erteilte die in 2012 neu gewählte Regierung eine Absage und kündigte an, die Energiepolitik neu zu überdenken. Hintergrund waren die teuren Energie-Importe von Gas, Erdöl und Kohle, die für die Energieversorgung des Landes erforderlich gewesen waren, da 48 kommerzielle Atomreaktoren heruntergefahren wurden und das Land keine eigenen Ressourcen hat. Außerdem stieg der CO2-Ausstoß durch die Importe der fossilen Energien. In der Folge wurde von der Regierung die Kernkraft als „wichtige Energiequelle für die Grundversorgung“ wieder hoch gehalten und als kostengünstige und sichere Energieversorgung gepriesen. Der Energiemix für 2030 sieht jetzt jeweils rund ein Viertel Erneuerbare Energien, Kernenergie, Kohle sowie Gas und Öl vor.

Durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien könnte Japan seine große Importabhängigkeit von den fossilen Energieträgern und damit auch den CO2-Ausstoß senken. Darauf setzen jetzt die Befürworter von Wind, Wasser und Sonnenenergie. Bremerhavener Unternehmen stehen für einen Know-how Transfer nach Japan bereit.

 

 

 

 


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