Nachhaltig wirtschaften, zukunftsfähig wachsen
Festmachen in Bremerhaven
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Quelle: BLG LOGISTICS
Best Practices aus der Wirtschaft, Energieeffizienz

Green Logistics in München

Die Bremerhavener Wirtschaftsförderung ist auf der vom 9.-12. Mai 2017 in München stattfindenden Messe transport logistic in Halle B4, Stand 213/314 vertreten.

Von Bremerhaven in die Welt – hier sind der viertgrößte europäische Containerumschlagsplatz und die auf unserem Kontinent leistungsstärkste Automobil-Drehscheibe zu Hause. Auf dem Autoterminal werden beispielsweise jährlich mehr als zwei Millionen Fahrzeuge umgeschlagen – Tendenz steigend. Zwar werden seit vielen Jahren die Geschicke des Hafens nach der „greenports“-Strategie gelenkt. Und auch der Terminalbetreiber EUROGATE setzt auf regenerative Energien und betreibt eine eigene Windenergieanlage im Hafen, die ausreichend Energie produziert, um 2 Mio. Container zu laden und zu löschen. Beste Hinterlandanbindungen sorgen in Bremerhaven für reibungslose (Weiter-)Transporte.

Jedoch wird nur rund die Hälfte des Ladungsaufkommens über die umweltfreundliche Schiene bzw. über das Binnenschiff abgewickelt – zweifelsohne wird im Nachgang zum Klimagipfel auch der Güterverkehr einen noch stärkeren Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten müssen.

Auf der vom 9.-12. Mai 2017 in München stattfindenden Messe transport logistic wird ein spannendes Konferenzprogramm angeboten, das Einblicke in grüne Logistiklösungen ermöglicht.

In diesem Zusammenhang soll beispielsweise diskutiert werden, wie sich Logistikemissionen überhaupt messen lassen können. Dazu zählen Themen wie die einheitliche Treibhaus-Gas-Berechnung von globalen multimodalen Supply Chains des Global Logistics Emission Council (GLEC) oder die Entwicklung eines grünen Transport– und Umwelt-Labels für Logistik.

Auch Elektromobilität ist ein Thema der Konferenz, denn dieser Trend verändert nicht nur den PKW-Markt, sondern wird auch für die Logistik interessant: Während Tesla Motors öffentlich darüber spekuliert, in den LKW-Markt einzutreten, stellte Daimler mit dem „urban eTruck“ bereits einen E-LKW für den Verteilerverkehr vor – als einen von mehreren E-LKW anderer Anbieter. Auf der Konferenz wird diskutiert, was Elektromobilität in der Logistik leisten kann, wo die Technik aktuell steht, ob sich ein Einstieg lohnt und für wen und wie Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle für E-LKW aussehen.

Innovative Technologien und Konzepte der Kurier-, Express- und Paketbranche auf der sogenannten letzten Meile sind im Rahmen einer Nachhaltigkeitsstudie des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik im März 2017 vorgestellt worden und werden anhand von Fachvorträgen auf der Konferenz öffentlich präsentiert.

Ein Themenblock der Konferenz wird sich der Schiene widmen und folgende Fragestellungen bearbeiten: Braucht die Schiene wieder eine stärkere Aufbruchsstimmung für neue Technologien? Welche Ideen und Lösungen beschäftigen die Branche? Wie können Wissenschaft und Politik technische Innovationen fördern?

Die digitale Logistik wird auf der Konferenz diskutiert als Hebel zur Bewältigung des prognostizierten Verkehrswachstums und damit als ein Werkzeug für mehr Klimaschutz. Die hierfür erforderlichen Voraussetzungen wie ein präziser Rechtsrahmen, Gewährleistung von IT-Sicherheit, sowie die Klärung des Eigentums von Daten und von Arbeitnehmerrechten in einer digitalen Arbeitswelt sind Gegenstand mehrerer Vorträge.

Die hohe Feinstaubbelastung in den Städten, der Zuzug in die Ballungsräume und der Boom im E-Commerce zwingen auch die City-Logistik zu emissionsarmen Lösungen, um den Diesel, der innerstädtisch zu fast 100 Prozent dominiert, abzulösen. Auf der Konferenz werden hierfür Alternativen wie elektrisch unterstützte Lastenräder oder Hybrid-Verteiler vorgestellt.


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